Für die Karlsruher ist der Mensa-Neubau (Fertigstellung 2007) schon kalter Kaffee. Ich habe das Gebäude erst jetzt in einer Zeitschrift gesehen und habe mich im www auf dem Weg gemacht, Infos dazu zu finden. Der Newsletter der Stadtmarketing GmbH von Karlsruhe schließlich hat mir ein paar Hintergrundinfos beschert.

Fotos zu diesem, wie ich finde, sehr gelungenen Bau, gibt es auch reichlich im Netz. Die Bildsuche über Google ist hier ganz erfolgreich. Einfach Moltke Mensa Karlsruhe eingeben und Ihr könnt sehen, wie es dem Architekten Jürgen Mayer H. mit diesem Bau gelungen ist, einen Übergang zwischen städtischer Bebauung im Süden zum Hardtwald im Norden zu schaffen. “Die Auflösung des Baukörpers in stammartige Strukturen zeigte die formale Verwandtschaft des Neubaus mit dem benachbarten Baumbestand.” So steht es im Text der Karlsruhe Stadtmarketing GmbH.

Was besticht ist die Unterstreichung der außen umgesetzten Designsprache im Inneren des Gebäudes. Statt langweiliger Raumaufteilung strukturieren auch innen Säulen, Stützen und Schrägen den Raum. So entsteht ein außergewöhnliches Ambiente.

Nexthamburg ist Hamburgs öffentliches Ideenlabor für ein Hamburg von morgen. Es werden stadtplanerische Ideen und Projekte öffentlich erst mal über eine Internetseite diskutiert. Interessierte Laien stellen eigene Ideen vor - von der Umnutzung bestehender Gebäude über die Verbesserung der Ampelschaltung für Fußgänger bis zur Schaffung neuer bezahlbarer Wohngebiete. Aktuell diskutieren die Nutzer dort 202 Ideen. Die „Top-Ideen“ werden über das Ideen-Voting ermittelt und dann in offenen Workshops vertieft.

 Nexthamburg könnte man als Antwort auf die vielen Initiativen in Hamburg interpretieren, die sich bilden, um sich für den Erhalt gewachsener Stadträume oder eine grundlegend neue Planungskultur zu engagieren. (s. Gängeviertel: komm in die Gänge  oder in St. Pauli die No-bnq-Initiative).

Bei Nexthamburg können alle Bürger Hamburgs mitreden und mitdiskutieren und eigene Themen/Ideen einbringen. Die Meinungsbildung wird fachlich begleitet. Professionelle Stadtplaner und Architekten schaffen aus den Ideen „Zukunftsstudien“, die dann der Stadt und Investoren vorgestellt werden, um Projekte anzustoßen, die auch von den Bewohnern der Stadt gewollt und angenommen werden.

Nexthamburg wird sogar als Pilotprojekt der Nationalen Stadtentwicklungspolitik vom Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Stadtentwicklung gefördert. Nexthamburg ist ein strukturierter und auch sachlicher Beitrag zur aktiven Beteiligung der Bürger an den Planungsaktivitäten. Weiter so!

Mit SketchUp entworfen, mit SPIRIT die Detailplanung gemacht und den zweiten Platz geholt! Das ist die kurze Zusammenfassung:

Alexander Scharnhorst hat ein TV-Sideboard an der Gewerblichen Schule Dillenburg erst mit SketchUp in 3D geplant, dann seine Fertigungszeichnungen mit SPIRIT gezeichnet, um es schließlich in seinem Ausbildungsbetrieb - zum Teil mit einer CNC Maschine - herzustellen. Mehr Informationen darüber und Bilder dazu findet Ihr hier.

Mit seinem Werkstück bewarb er sich beim hessischen Landeswettbewerb der Tischler „Die Gute Form 2009“ und hat dort den 2. Platz geholt. Herzlichen Glückwunsch!

Der Wettbewerb „Die Gute Form“ , ausgeschrieben vom Bundesinnungsverband für das Tischler und Schreiner­hand­werk, zeichnet exzel­lent gestal­tete Gesellen­stücke aus.

Jetzt vertritt Alexander Scharnhorst zusammen mit einer Kollegin das Land Hessen beim Bundesentscheid in München. Wir drücken die Daumen!

Die Katastrophe in Haiti erschüttert weltweit. Dass Erdbeben in bitterarmen Ländern so zerstörerisch sind, liegt auch daran, dass grundlegende Regeln der Gebäudekonstruktion missachtet werden.

Spiegel Online hat einen Artikel veröffentlicht, der Mittel beschreibt, mit denen die Stabilität der Gebäude bei Erdbeben erhöht werden können.  In dem Artikel heißt es: „Die Grundregeln erdbebensicheren Bauens lauten: runde Häuser, Schwerpunkt nach unten - und alles miteinander verzahnen. Denn symmetrische Bauten, deren Hauptlast nahe des Bodens liegt, geraten weniger schnell aus der Balance.“

Die Verzahnung kann beispielsweise durch ein Bambuskorsett als preisgünstige Lösung gewährleistet werden, damit die Mauersteine im Fall von Erschütterungen zusammenhalten. Die Elastizität von Bambus entschärft die Wirkung des Bebens. Auch andere Baumaterialien wie Hanf, Jute, Draht oder Flachs kommen für solche Stützkonstruktionen in Frage.

Weiter heißt es: „Die simpelste Stabilisierungsmaßnahme sind jedoch schmale Stützmauern, die mit der Hauswand verzahnt werden“ …und im Erdreich verankert werden. Das Dach, das den Menschen im Erdbebenfall besonders gefährlich werden kann, sollte auf eigene Stützen gestellt werden, die im Boden verankert sind.

Warum solche scheinbar einfachen Grundregeln nicht umgesetzt werden liegt einfach daran, dass erdbebengerechtes Bauen nur ein Problem von vielen in den armen Ländern ist. Überhaupt ein Dach übern Kopf zu haben, ist für viele Menschen dort schon ein Riesenfortschritt.

Ich finde es ist noch zu erwähnen, dass bei vielen Erdbeben die Häuser traditionellen Baustils häufig stehen bleiben, wohin gegen moderne Bauten den Erschütterungen oft nicht standhalten.

Wer sich mehr für erdbebensicheres Bauen mit einfachen Mitteln interessiert, findet auf der Seite der deutschen Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ) eine Publikation von Gernot Minke aus dem Jahr 2001 dazu: „Construction manual for earthquake-resistant houses built of earth“.

Heute hat Sie angefangen die DEUBAU 2010 in Essen. Bis Samstag bietet die DEUBAU ein StellDichEin der Bauwirtschaft. Die Softtech GmbH ist in Halle 9.0, Stand 423 mit vertreten. Wir freuen uns auf Euren Besuch.

Auf der Suche nach den Eckdaten zur DEUBAU bin ich auf den DEUBAU-Preis gestoßen. Dieser wird alle 2 Jahre an junge Architektinnen und Architekten vergeben. “Der DEUBAU-Preis steht für Junge Architektur. Alle 2 Jahre macht er neugierig auf überraschende Projekte und die Entwicklungen jungen Designs. ” So steht es auf der offiziellen Seite des DEUBAU-Preises. Schaut doch mal dort vorbei und schaut Euch die Preisträger und deren Projekte an. Dort findet Ihr auch alle Infos über die Bewerbungs-Bedingungen für 2012. Da wird er nämlich wieder vergeben, der DEUBAU-Preis, dotiert mit 15.000 EUR…

Die Tage zwischen den Jahren - wie es so schön heißt - nutzen viele, um entweder Urlaub zu machen, nichts zu tun, aufzuräumen oder Familie und Freunde zu besuchen.

Dabei wünschen wir Euch eine wunderbare Zeit. Außerdem die besten Wünsche für ein erlebnisreiches 2010!

Zum Stichwort “besuchen” möchte ich gleich noch auf das Messeevent im Januar hinweisen. Wir würden uns freuen, wenn wir Euch auf unserem Stand auf der DEUBAU 2010 vom 12.-16.01.2010, Halle 9.0, Stand 423 begrüßen können.

Ihr könnt schon einen kleinen Einblick in die Neuerungen von SPIRIT 2010 bekommen, Euch SketchUP 7 aus der Nähe zeigen lassen und Euch schlau machen, wie eine grafische Mengenermittlung funktioniert. Das ewig unspannende Thema Mengenermittlung ist jetzt ganz einfach und überzeugend gelöst.

Die DEUBAU ist die Bauleitmesse des Jahres für alle Themenbereiche des Bauens und dem Treffpunkt der gesamten Bauwirtschaft. Es lohnt zu kommen!

Wie versprochen habe ich drei, wie ich finde, sehr auffällige und aufwändige Internetauftritte von Architekturbüros gefunden, die ich hier einmal als interessante Ablenkung nennen möchte. 

Allesamt sind französisch, auf allen werden die Projekte in den Vordergrund gestellt, alle bieten reichlich Bildmaterial. Die Art der Präsentation ist individuell und sehr kreativ. Neben den visuellen Genüssen, bietet eine Seite sogar musikalische Begleitung für den Besucher - mit Wahlmöglichkeit.

Neugierig gemacht? Dann gibt es hier die drei Links:

Agence Périphériques Architectes
Agence Beckmann N’Thépé
Atelier Brenac et Gonzalez 

Viel Spaß!

Es ist vielleicht ein bis zwei Wochen her, da habe ich einen wirklich schönen Beitrag bei Arte TV- CHIC gesehen über die neue Farbigkeit von Gebäuden, innen wie außen. Leider finde ich den Beitrag nicht als podcast, um einfach zu verlinken, aber es gab zumindest Buchtipps (alle auf französisch), die ich noch schnell aufgeschrieben habe:

Accords Chromatiques, histoires parisiennes des architectures en couleurs 1200-2010, Simon Texier, éd. Pavillon de l’Arsenal (2008), ISBN : 978-2-35487-002-7

Brenac et Gonzalez : Concordance des temps, Sophie Trelcat, Paul Jones, Verlag Archibooks, ISBN-10: 2357330147, ISBN-13: 978-2357330146

La couleur dans la ville, Larissa Noury, Verlag Le Moniteur (2008), ISBN-10: 2281193098, ISBN-13: 978-2281193091

Nachdem ich das podcast nicht auftreiben konnte, habe ich die Idee erstmal fallen gelassen, hier darüber zu schreiben. Doch dann lese ich erst kürzlich auf SPIEGEL-Online über “Fassaden im Farbenrausch“. Da dachte ich ok, dann schreib ich doch darüber. Der Beitrag auf Arte ging über ganz aktuelle Projekte in Paris, der Artikel auf SPIEGEL-Online über ein Wohnbauprojekt in den 20er Jahren in Berlin.

Kommen alte Trends einfach wieder? Haben die Leute einfach Lust auf bunt? Das Thema Farbe am/im Gebäude könnte man sicher gut als architekturhistorisches behandeln, oder eben als Trendsetter besetzen. Es macht auf jeden Fall Spaß Gebäudegestaltungen in bunt anzusehen.

In dem Arte TV Beitrag wurde mehrere Projekte von französischen Architekten vorgestellt. Ich habe deren Webauftritte gefunden, über die schreibe ich im nächsten Beitrag.

In Turin steht ein Haus, das auf einem 5×27 Meter großem Grundstück eher schmal ausfällt. Beim Bau des Hauses wurde über 5 Stockwerke jeder Millimeter der verfügbaren Fläche genutzt. Das Gebäude ist mit einer so winzigen Wendeltreppe ausgestattet, dass das Hinauftragen von Möbeln nicht möglich ist. Aus diesem Grund wurde eine Seilrolle im letzten Stockwerk montiert. Eigentlich heißt das Gebäude ‘Casa Scaccabarozzi’, aber die Turiner nennen es ‘La Fetta di Polenta’ - die ‘Polentaschnitte’. Der Neobarockbau aus dem 19. Jahrhundert ist in Turin wohlbekannt, stand aber noch bis vor einem Jahr leer. Doch dann kam ein Galerist auf die Idee, den ungewöhnlichen Palazzo zu restaurieren und zeitgenössische Kunst darin auszustellen.

Auf Youtube könnt Ihr Videos zu dem Gebäude finden.

Im heutigen Wohnungsbau besteht erhöhter Bedarf an innovativen Wohnformen. Aufgrund des Wandels der demografischen und sozialen Struktur der Gesellschaft und der Pluralisierung von Lebensstilen und Haushaltstypen ändern sich die Ansprüche ans Wohnen. Flexibler, vielfältiger und anpassungsfähiger müssen die Wohnstrukturen sein.

Wie vielfältig Wohnen heute sein kann, zeigt die Ausstellung „Neues Wohnen in Rheinland-Pfalz“ mit einem exemplarischen Ausschnitt aktueller Wohnungsbauprojekte. Die Ausstellung zeigt vom Finanzministerium Rheinland-Pfalz geförderte Wohnbauprojekte, die im Kontext neuer Wohnformen entstehen/entstanden sind.

Die Ausstellung zeigt, dass das Einfamilienhaus oder die klassische Wohnung bald überkommen sind. Als innovativ gilt die innerhalb der Projekte entwickelte Mischung von Zielgruppen in kollektiven Wohnformen, die den Trend zur sozialen Vielfalt im baulichen und im nachbarschaftlichen Zusammenleben unterschiedlicher Personengruppen und Generationen widerspiegeln, seien es Familien, ältere Menschen, Menschen mit Behinderung oder Alleinerziehende.

Sinngemäß ist der obige Text der Ausstellungsbeschreibung der offiziellen Bekanntmachung des zb entnommen. Die Ausstellung findet im zb, zentrumbaukultur in Mainz statt. Eröffnung ist am 19.11.09. Die Ausstellung dauert bis zum 18.12.09.  Wer wissen will, wie man dorthin kommt, klickt hier.