Monatsarchiv für März 2008

Globalisierung an deutschen Hochschulen

von Holger

– die Vor- und Nachteile internationaler StudienabschlĂŒsse aus der Sicht des FH-Lehrbeauftragten Thomas Glaser in der Hochschulpraxis

Thomas GlaserNach der breiten EinfĂŒhrung der Bachelor- und Masterstruktur in Deutschlands Hochschullandschaft haben wir Herrn Dipl.-Ing. Architekt Thomas Glaser, Lehrbeauftragter fĂŒr Baubetrieb an der FH Frankfurt, gefragt, wie er die Erreichbarkeit der durch die Umstellung der StudiengĂ€nge angepeilten Ziele bewertet.

Ziel 1: kĂŒrzere Studienzeiten
KĂŒrzere Studienzeiten sind klar erreichbar, meint Herr Glaser. Dazu tragen maßgeblich die weitere Verschulung des Studiums, die klassenĂ€hnlichen Strukturen und die deutlich intensivere Betreuung durch die Lehrenden bei. Inhaltlich sieht Herr Glaser keine Abstriche. Es wird zwar an manchen Stellen im Detail nicht so vertieft, aber durch die Zusammenfassung einst unabhĂ€ngig nebeneinander vermittelter Lehrinhalte zu lehrstuhlĂŒbergreifenden Modulen wird ein besserer GesamtĂŒberblick vermittelt und praxisorientierter ausgebildet. Herr Glaser ist der Auffassung, dass den Studenten im Rahmen des Bachelorstudiengangs mehr abverlangt wird - sie haben mehr Wochenstunden und mehr Lehrveranstaltungen.
Da die ZulassungshĂŒrde fĂŒr den vertiefenden Masterstudiengang durch die feststehende Quote hoch liegt, besteht fĂŒr die Bachelorstudenten ein hoher Leistungsdruck. Als FH-Lehrbeauftragter hat Herr Glaser den Eindruck, dass die Studenten im Bachelorstudiengang zielgerichteter ausgebildet werden als es bei den Diplomanden der Fall ist. Neben dem Hinweis daraus, dass FH-StudiengĂ€nge schon immer praxisorientierter ausgerichtet waren, gibt er zu bedenken, dass er keine Aussagen ĂŒber die Auswirkungen der Umstellung auf Bachelor/Master an UniversitĂ€ten machen kann.

Ziel 2: weniger Abbrecher
Die derzeitige Unsicherheit, wie der Bachelorabschluss von den potentiellen Arbeitgebern anerkannt wird, oder ob doch erst der Masterabschluss den Zugang zu höher qualifizierten und besser dotierten Jobs verschafft, treibt die Studenten an, mit gut bewerteten Leistungen die Zulassungsvorrausetzungen zum weiterfĂŒhrenden Masterstudiengang zu erfĂŒllen. Auch die Lehrenden sind einem ungewohnten Erfolgsdruck und einer gegenseitigen Beobachtung im Rahmen der Modulzusammenlegung ausgesetzt, was zumindest in den derzeitigen ‚Pilotsemestern‘ zu einer intensiveren Vorbereitung der Lehrinhalte und einem sehr hohen Betreuungsgrad der Studenten fĂŒhrt. WĂ€hrend sich Diplomstudenten ihr Studium selbst organisieren und die benötigten Lehrveranstaltungen selbst zusammenstellen mussten, durchlaufen Bachelorstudenten die Hochschule im schulklassenĂ€hnlichen Verband nach StundenplĂ€nen.

Ziel 3: bessere ArbeitsmarktfÀhigkeit
Da es bisher noch wenig bis keine Bachelor- und Masterabsolventen am Arbeitsmarkt gibt, kann dazu nur spekuliert werden. Heute besteht aus der Sicht von Herrn Glaser noch das Vorurteil, dass Bachelorabsolventen eine Schmalspurausbildung erhalten haben. Wenn diese Voreingenommenheit mittel- bis langfristig abgebaut ist, ist der Bachelor seiner EinschĂ€tzung nach eine gute Grundlage fĂŒr den Berufseinstieg. Außerdem muss man wissen, dass pro Jahrgang nur ca. 30% der Bachelorabsolventen zum Master zugelassen werden, weshalb der Leistungsdruck und das daraus resultierende Engagement enorm hoch sind. Trotzdem erwartet Herr Glaser, dass tendenziell das Einstiegsgehaltsniveau von Bachelorabsolventen unter das der bisherigen Diplomanden absinken wird.

Ziel 4: internationale Vergleichbarkeit
Die StudiengĂ€nge sind neu in inhaltlich aufeinander abgestimmte Module gegliedert worden, und die Lehrinhalte daraufhin umgestaltet worden. Die Modulstruktur soll die hochschulĂŒbergreifende aber auch die internationale Vergleichbarkeit von Studienleistungen sicherstellen, erklĂ€rt Thomas Glaser. Inwieweit dadurch tatsĂ€chlich ein Hochschulwechsel vereinfacht wird, ist derzeit noch nicht beurteilbar. Mit dem fĂŒr die internationale Anerkennung eingefĂŒhrten Leistungspunktesystem, dem European Credit Transfer System, kurz ETCS, wird Herr Glaser demnĂ€chst erste Erfahrungen sammeln. Er schließt zur Zeit sein erstes Bachelorsemester ab und die Bewertung der Leistungsnachweise in Gestalt von Hausarbeiten steht noch aus. Der Aufbau des 6-semestrigen Architekturstudiengangs aus Modulen, die in Studienschwerpunkte zusammenfassenden Units eingeordnet sind, bietet gute Chancen dem formulierten Anspruch der Vergleichbarkeit gerecht zu werden. Wie konsequent die Modulabstimmung stattfindet und an den jeweiligen Hochschulen umgesetzt wird, ist fĂŒr Herrn Glaser als Lehrbeauftragter nicht beurteilbar. Der Vor- und Nachbereitungsaufwand ist jedenfalls fĂŒr ihn in „seinem“ Fach ‚VOB/AVA‘ im Modul ‚Konstruieren 5‘, das fĂŒr das 5. Semester angeboten wird, deutlich gestiegen. Hat er frĂŒher die Aufgaben fĂŒr alle gleich formuliert und in Gestalt von Klausuren oder FachgesprĂ€chen abgeprĂŒft, sind dagegen heute Gruppenhausarbeiten mit individuellen Vertiefungen auszuarbeiten, die mangels Ergebnisvergleichbarkeit aufwĂ€ndig nachgeprĂŒft und bewertet werden mĂŒssen.

Ziel 5: erhöhte MobilitÀt der Studierenden wÀhrend des Studiums
Herr Glaser geht davon aus, dass durch die bereits dargestellte Modularisierung bei konsequenter Umsetzung an den Hochschulen, ein Hochschulwechsel vereinfacht wird. Trotzdem erwartet er eher eine geringere MobilitĂ€t durch die stĂ€rkere Einbindung der Studierenden in schulklassenĂ€hnliche VerbĂ€nde. Und die beliebte Frage „wo haben Sie studiert“ wird wohl bei Bacherlorabsolventen kaum mehr den Ausschlag bei VorstellungsgesprĂ€chen geben. Warum sollte also ein Student wechseln wollen? Einen anderen Anlass könnte natĂŒrlich das Aufbaustudium mit Masterabschluss liefern, bei dem bereits die Wahl der thematischen Vertiefung einen Hochschulwechsel erzwingen kann.

Die Luminale 2008 in Frankfurt am Main: Ein öffentlich zugÀngliches Lichtlabor

von Herrin des Campus

Logo Luminale

Parallel zur Fachmesse light+building vom 6.-11. April in Frankfurt am Main findet dieses Jahr wieder eine Luminale statt. Dieses Lichtfestival bietet unter dem Thema „Urban Age“ innovatives Licht- design von Architekten, Designern, Stadtplanern und KĂŒnstlern im öffentlichen Raum. In den Luminale-NĂ€chten erleben die Besucher/SpaziergĂ€nger, wie faszinierend Lichtkunst in der Praxis wirkt.
Dem derzeitigen Infoflyer könnt Ihr entnehmen, wo das aktuelle Programm zur Luminale 2008 erhÀltlich ist.
Infoflyer hier.

Medien Meeting Mannheim 2008

von Tanja

Unter dem Thema »Das Immer- und Überall-Web« findet am 8. Mai das diesjĂ€hrige Medien Meeting Mannheim statt. Die Studierenden des sechsten Semesters des Studiengangs Digitale Medien der Berufsakademie Mannheim beschĂ€ftigen sich im Rahmen dieser Fachtagung mit Themen wie Software as a Service, Geotagging und Mobile Design.

Informationen ĂŒber Thema, Referenten, Veranstalter und vergangene Fachtagungen gibt es auf der Webseite . Dort findet sich auch eine Anmeldung zum E-Mail Newsletter und/oder einen RSS-Feed.

Eislinsen statt Schnee verantwortlich fĂŒr DacheinstĂŒrze in Bayern 2006?

von Tanja

Derzeit lĂ€uft vor dem Landgericht Traunstein der Prozess zum Einsturz der Eissporthalle in Bad Reichenhall. Naheliegend sind die VorwĂŒrfe vom mangelhaften Baumaterial, schlechter Statik und schlampig durchgefĂŒhrten Genehmigungsverfahren. RĂ€tselhaft bleibt dabei, warum im selben Winter in Bayern noch immerhin weitere 16 DĂ€cher eingestĂŒrzt sind.

Herr Ulrich Strasser, Hydrologe, stellt nun die These auf, dass das ungewöhnliche Wetter den ganzen Winter 2005/2006 dazu beigetragen hat, dass die DĂ€cher einstĂŒrzten (Natural Hazards and Earth System Sciences, Bd. 8, S. 1, 2008).

Im Winter 2005/2006 schneite es immer wieder, aber eigentlich nie mehr, als es die zulĂ€ssige Schneelast, die Architekten bei der Planung von GebĂ€uden berĂŒcksichtigen (in Bad Reichenhall, Zone 3 nach DIN-Norm 1055) zulĂ€sst. Problematisch war das Wetter, das zur Entstehung von schweren Wasser- bzw. Eislachen auf den DĂ€chern fĂŒhrte, deren Gewicht tonnenschwer auf den DĂ€chern, unter dem immer wieder neuen Schnee lastete.

Die Temperaturen pendelten in dieser Wintersaison immer um den Gefrierpunkt, was dazu fĂŒhrte, dass der Schnee immer wieder teilweise taute und dann wieder gefror. Diese Eislinsen, die sich auf nur wenig Zentimeter tiefen Unebenheiten auf dem Dach entwickelten waren besonders gefĂ€hrlich, weil die zusĂ€tzliche Last unter dem Schnee nicht auffiel.

Fazit: Die Schneehöhe allein auf dem Dach sollte nicht die einzige OrientierungsgrĂ¶ĂŸe bleiben, um solche Katastrophen zukĂŒnftig zu vermeiden. Herr Strasser empfiehlt den HĂ€userbesitzern ganz praktisch im Sommer mit einem Gartenschlauch aufs Dach zu gehen und ganz empirisch zu erfahren, wo sich PfĂŒtzen bilden.

Pfusch am Bau: Das MĂ€ngelquartett sensibilisiert spielerisch

von Herrin des Campus

FĂŒnf Jahre GewĂ€hrleistung hat man bestenfalls, um MĂ€ngel am Bau festzustellen. MĂ€ngel wie Risse im Beton, undichte Fenster etc. kann sich jeder vorstellen. Das MĂ€ngelquartett erweitert hier den Horizont enorm. Ein Lernmaterial der besonderen Art könnt Ihr hier erwerben. Auf dieser Seite gibt es auch ein MĂ€ngelalbum, das Euch zum Schmunzeln und KopfschĂŒtteln bringt. Die SchildbĂŒrger lassen grĂŒĂŸen

maengelquartett.de

Dimensionen des Generationswechsels

von Herrin des Campus

Die Heinze Marktforschung hat viele Statistiken erhoben aus denen Herr van Maanen (zum Zeitpunkt des Vortrags GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Heinze GmbH) Überlegungen zum Thema Dimensionen des Generationswechsels ableitet, die er auf dem SOFTTECH Kongress im Herbst 2007 vortrĂ€gt. Er geht von 4 Trends aus, die die Bauwirtschaft die nĂ€chsten Jahre beschĂ€ftigen wird:

  • Auswirkungen des demografischen Wandels – neues Heim statt Altersheim
  • Die Globalisierung und der moderne Arbeitsnomade – Wohn-wagen
  • Die Generation Umwelt: Zukunftsmarkt und Artensterben
  • Die Geiz-ist-geil-GenerationZu Tode gespart?

Der Vortrag ist sehr interessant und liefert neben den DenkansĂ€tzen auch viel statistisches Material, das Ihr vielleicht fĂŒr die ein oder andere Arbeit brauchen könnt.

Den ganzen Artikel könnt Ihr euch hier als PDF downloaden.

Datei statt Code….warum ??

von Sven

Da ist man SchĂŒler, Bauzeichner-Azubi oder Tischlerlehrling und braucht die SPIRIT studenten-Version nur fĂŒr das Zeichnen von ein paar Kleinigkeiten; die 2-MB-Begrenzung juckt da nicht und so ist man mit dem System “Seriennummer 151x - 1234 - abcd” hinsenden,  Code “1234-abcd-5678-efgh-9012″ zurĂŒckerhalten und eintippen völlig zufrieden.

Und was machen die bei SOFTTECH jetzt ? Die senden plötzlich eine Lizenzdatei “SPIRIT.SLF” per e-Mail oder gar per Diskette, wenn man ihnen keine Mailadresse verrĂ€t. Warum denn nun das ??!?

Na ja, die bei SOFTTECH machen sich’s halt einfach…statt wie bisher zwischen “kleinem Student mit Codenummer” und “großem Student mit Lizenzdatei” zu unterscheiden machen die jetzt alles gleich… und geben jedem Nutzer von SPIRIT student den maximalen Funktionsumfang.  ;-)

no limits: Die 2 MB Grenze ist gefallen

von Sven

Lange Jahre unterschied sich die SPIRIT student Lizenz von der kommerziellen Vollversion durch ein Limit der maximalen ZeichnungsgrĂ¶ĂŸe, erst 1, dann 1,5 , dann 2 MB. Wer grĂ¶ĂŸere Zeichnungen erstellen wollte, kam um die Ausleihe der unbegrenzten Vollversion fĂŒr 100,- Euro GebĂŒhr nicht herum. Das ist Vergangenheit ! Und zwar Beides. No more limits ! Nix mehr GebĂŒhr ! Auch diejenigen Anwender einer Ă€lteren SPIRIT student Lizenz, die aus irgendwelchen GrĂŒnden eine neue Freischaltung anfordern, erhalten jetzt keine Code-Nummer mehr, sondern eine Lizenzdatei.
NatĂŒrlich inclusive Anleitung, wie damit zu verfahren ist!

W-LAN Kabel: Es gibt es doch!

von Tanja

Okay, dem Witz “W-LAN Kabel zu verkaufen” ist spĂ€testens nach Versteigerungsmöglichkeiten wie z. B. bei Ebay ein meterlanger Bart gewachsen. Aber SOFTTECH zeigt, dass es sehr wohl geht:

wlan.jpg

Also: Wer zukĂŒnftig auf eine Auktion stĂ¶ĂŸt, sollte vorsichtig sein mit Spaßgeboten - das könnte auch in in die Hose gehen ;-)

Alternative zu youtube: hausgemacht.tv

von Karin

Habt Ihr Alltagsfragen, die ihr gerne beantwortet bekommen wĂŒrdet?

Schaut doch mal auf http://www.hausgemacht.tv. Dort könnt Ihr z. B. unter der Rubrik Haus und Garten/Heimwerken Euch erklĂ€ren lassen, wie Ihr eine zerbrochene GlĂŒhbirne entfernt, oder fachmĂ€nnisch eine Farbkante malert. Es gibt in diesem Videoratgeber noch viele weitere Rubriken und es ist schon wirklich erstaunlich, ĂŒber was man alles RatschlĂ€ge erteilen kann