24
Nov
2008
Lebwohl “McMansion” - der amerikanische Immobilienmarkt fragt europĂ€ische Architektur nach
von Holger
 âMcMansionâ wird in den USA als Sammelbegriff fĂŒr GebĂ€ude verwendet, die eine als negativ anzusehende architektonische Gestaltung von aufgesetzter alter Fassade im Herrenhaus-Format in VorstĂ€dten zum Ausdruck bringt.  Auch die Bezeichnung Whopper-Villa gehört in diesen Zusammenhang.
In der SZ-Online vom 13.11.08 findet sich folgende Beschreibung dazu: “Gemeint sind damit HĂ€user, die zwar aus papierdĂŒnnen WĂ€nden, schlechten DĂ€mmwerten und surrealen Kreditlinien bestehen - dafĂŒr aber auch aus einem Zuviel an Erkern und Gauben, aus AuĂen- und Innenkamin, aus Haupt- und Nebenterrasse, aus Gesimsstukkaturen, Balustraden und jeder Menge Holz. Vor allem in solchen HĂ€usern lebte, jedenfalls bis zum Platzen der Immobilienkreditblase, von der er sich bestens genĂ€hrt hatte und immer fettleibiger wurde: der amerikanische Traum. Inklusive SUV.”
Weiter unten im Artikel der SZ-Online (”Gute Nacht - John Boy”) steht weiter: “Seit den fĂŒnfziger Jahren hat sich in den USA der Bedarf an persönlichem Wohnraum fast verdreifacht. Dieser Exzess scheint nun vorbei zu sein, bedingt auch durch die Benzinpreise und die damit einhergehende Stagnation der gigantischen Pendlersuburbs… Nachgefragt werden solche Eigenheime (McMansions), samt der darin befindlichen VerschwenderkĂŒhlschrĂ€nke und gierigen Klimaanlagen, nur noch selten.
Stattdessen hat Amerika eher europĂ€ische Wohndimensionen und die Energieeffizienz fĂŒr sich entdeckt. Wenn nun die US-HĂ€user deutsche SolardĂ€cher, skandinavische Schlichtheit und dicke Schweizer WĂ€nde erhalten, dann gibt es da sicher auch Bedarf an Leuten, fĂŒr die diese Denkweise nichts Neues mehr ist. Vielleicht was fĂŒr EUCH!
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