Wie geht´s weiter? Als Young Professional könnte man ja aufgrund der allgemeinen wirtschaftlichen Stimmungslage daran denken den Kopf in den Sand zu stecken. Die folgende Geschichte von 2 ArchitektInnen, die sich selbstständig gemacht haben, gehören zur Rubrik ”Mutmacher”:

Nanni Grau und Frank Schönert entwerfen Minihäuser. Ihre Entwürfe stehen in Schrebergartensiedlungen. Bei der Firmengründung war klar, sie wollen sich selbständig machen, aber keine Schulden machen. D.h. über den klassischen Weg der Wettbewerbe, die für die Teilnehmenden viel Aufwand und Geld kosten, konnten sie sich nicht bei potentiellen Auftraggebern bekannt machen. Eine andere Idee führte sie zum Erfolg.

Die beiden sind Absolventen der Berliner Universität der Künste und haben schon in namhaften Büros gearbeitet. Der Gedanke, einmal selbstständig tätig zu sein, bewegte sie dazu, 2004 ihr eigenes Büro ”Hütten & Paläste” zu gründen. Die Konditionen waren angestellt oder nicht für Architekten eh schlecht und so tat der Absprung nicht weh.

Anfangs hatten sie es nur mit Wohnstilen im Schrebergarten zu tun. Sie schauten sich unzählige Lauben an und entwickelten aus den Beobachtungen ihr eigenes Laubendesign, angepaßt an die Anforderung heutiger Kleingärtner. Zusammen mit dem Fertighaushersteller Schwörer Haus präsentierten sie auf der Grünen Woche einen Prototypen von DuLa. PR ohne Wettbewerb und Kredit.

Das Handelsblatt fasst das Konzept der beiden folgendermaßen zusammen: “Minihäuser für urbane Nischen” . Das hört sich erstmal ganz schön gewagt an, weil der Kleingärtner an sich nicht gerade das Klischee des modernen Trendsetters inne hat; aber es gibt durchaus eine jüngere Klientel für dieses Geschäftsmodell. Menschen, die das Leben in der Stadt suchen und gleichzeitig eine Ruheoase im Grünen möchten.

Das Berliner Architektenduo hat inzwischen mehrere Laubenmodelle in unterschiedlichen Preissegmenten im Angebot und das Produktportfolio hat sich längst ausgeweitet. Sie bekommen Aufträge für Wochenendhäuser, Hausboote und z.B. auch öffentliche Gebäude wie die Zentrale Infobox des Berliner Themenjahres 2009,
„20 Jahre Mauerfall – 20 Jahre Berlin im Wandel“. 

Die beiden haben einfach angefangen, Ihre Kontakte und Ideen genutzt und waren hartnäckig in ihrer Überzeugung für ihre Idee auch Abnehmer zu bekommen. Inzwischen haben die beiden soviele Kunden, dass die sogar  7 weitere Mitarbeiter beschäftigen. Weiter so!

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