Monatsarchiv für Februar 2010

Ort des Monats - Moltke Mensa in Karlsruhe

von Karin

Für die Karlsruher ist der Mensa-Neubau (Fertigstellung 2007) schon kalter Kaffee. Ich habe das Gebäude erst jetzt in einer Zeitschrift gesehen und habe mich im www auf dem Weg gemacht, Infos dazu zu finden. Der Newsletter der Stadtmarketing GmbH von Karlsruhe schließlich hat mir ein paar Hintergrundinfos beschert.

Fotos zu diesem, wie ich finde, sehr gelungenen Bau, gibt es auch reichlich im Netz. Die Bildsuche über Google ist hier ganz erfolgreich. Einfach Moltke Mensa Karlsruhe eingeben und Ihr könnt sehen, wie es dem Architekten Jürgen Mayer H. mit diesem Bau gelungen ist, einen Übergang zwischen städtischer Bebauung im Süden zum Hardtwald im Norden zu schaffen. “Die Auflösung des Baukörpers in stammartige Strukturen zeigte die formale Verwandtschaft des Neubaus mit dem benachbarten Baumbestand.” So steht es im Text der Karlsruhe Stadtmarketing GmbH.

Was besticht ist die Unterstreichung der außen umgesetzten Designsprache im Inneren des Gebäudes. Statt langweiliger Raumaufteilung strukturieren auch innen Säulen, Stützen und Schrägen den Raum. So entsteht ein außergewöhnliches Ambiente.

Stadtplanung von unten

von Karin

Nexthamburg ist Hamburgs öffentliches Ideenlabor für ein Hamburg von morgen. Es werden stadtplanerische Ideen und Projekte öffentlich erst mal über eine Internetseite diskutiert. Interessierte Laien stellen eigene Ideen vor - von der Umnutzung bestehender Gebäude über die Verbesserung der Ampelschaltung für Fußgänger bis zur Schaffung neuer bezahlbarer Wohngebiete. Aktuell diskutieren die Nutzer dort 202 Ideen. Die „Top-Ideen“ werden über das Ideen-Voting ermittelt und dann in offenen Workshops vertieft.

 Nexthamburg könnte man als Antwort auf die vielen Initiativen in Hamburg interpretieren, die sich bilden, um sich für den Erhalt gewachsener Stadträume oder eine grundlegend neue Planungskultur zu engagieren. (s. Gängeviertel: komm in die Gänge  oder in St. Pauli die No-bnq-Initiative).

Bei Nexthamburg können alle Bürger Hamburgs mitreden und mitdiskutieren und eigene Themen/Ideen einbringen. Die Meinungsbildung wird fachlich begleitet. Professionelle Stadtplaner und Architekten schaffen aus den Ideen „Zukunftsstudien“, die dann der Stadt und Investoren vorgestellt werden, um Projekte anzustoßen, die auch von den Bewohnern der Stadt gewollt und angenommen werden.

Nexthamburg wird sogar als Pilotprojekt der Nationalen Stadtentwicklungspolitik vom Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Stadtentwicklung gefördert. Nexthamburg ist ein strukturierter und auch sachlicher Beitrag zur aktiven Beteiligung der Bürger an den Planungsaktivitäten. Weiter so!