20
Apr
2009
Architektur fĂŒr Demenzkranke- Besser eintönig
von Kai
Viele, vor allem Àltere Menschen leiden an Alzheimer, viele davon leben im Heim. Mit gefÀlliger Architektur versuchen viele HeimtrÀger, Abwechslung in das Leben der Bewohner zu bringen - und stiften damit Verwirrung.
Derzeit weit verbreitet in Altenheimen ist die Schaffung von Atrien als Kernbereich, um den herum die Wohn- und Pflegebereiche gruppiert werden. Diese âkreative Architekturâ erfreut das Auge, lockert die Seele auf und hĂ€lt das Gehirn fit.
Die Doktorarbeit der Architektin Gesine Marquardt von der TU Dresden zum Thema optimale Architektur fĂŒr Altenheime zeigt jedoch, dass das falsch gedacht ist. Demenzkranke brauchen vor allem klare, ĂŒbersichtliche und einfache Strukturen. Demente kommen mit dem klassischen Mittelgangprinzip am besten zurecht. Besonders alzheimergerecht sind GĂ€nge, von denen links und rechts alle RĂ€ume weggehen. Schon eine VerĂ€nderung der Laufrichtung, etwa durch L-förmige GĂ€nge, verwirrt die Patienten. Neben einer klaren Architektur benötigen die Patienten auch bekanntes Mobiliar. Besonders wohl fĂŒhlen sich Senioren generell mit Möbeln aus der eigenen Twen-Zeit. Back to the 30ties lautet also das Credo
Gesine Marquardt hat fĂŒr Ihre Doktorarbeit den Deutschen Studienpreis 2008 erhalten. NĂ€heres unter http://www.koerber-stiftung.de/nc/wissenschaft/deutscher-studienpreis.html?sword_list%5B0%5D=deutscher&sword_list%5B1%5D=studienpreis