Archiv der Kategorie ‘Panorama‘

Baukunst in NRW - ein interessanter Internetführer

von Karin

baukunst-nrw“ versteht sich als internetbasierter Führer zu Architektur und Ingenieurbaukunst in Nordrhein-Westfalen. Als dynamische Plattform richtet sich das Angebot an die breite Öffentlichkeit und will einen Überblick über herausragende, interessante, innovative und historisch bedeutsame Objekte aus den Bereichen der Architektur und der Ingenieurbaukunst sowie der Innenarchitektur, Landschaftsarchitektur und Stadtplanung in Nordrhein-Westfalen bieten.

Die Aufnahme eines Objektes in „baukunst-nrw“ erfolgt nach verschiedenen Kriterien. Objekte, die aufgenommen werden, sind u.a. in gestalterischer, funktionaler und technischer Hinsicht bemerkenswert. Sie haben bereits Prämierungen bekommen, sind im Hinblick auf die Umsetzung des Denkmalschutzes interessant, etc.  

Man hat die Möglichkeit, kategorisiert nach unterschiedlichen Epochen, Bauaufgaben, Standorten und Urhebern Projekte über differenzierte Suchmöglichkeiten auszuwählen. Durch Fotos und Beschreibung erhält man einen ersten Eindruck über das gewählte Objekt.

Träger dieses Angebots sind die Architektenkammer Nordrhein-Westfalen und die Ingenieurkammer-Bau NRW, die das Projekt bei der Initiative „StadtBauKultur NRW“ eingespeist haben.

Die Projektbeschreibungen und Bilder liefern Euch zahlreiche Anregungen und es ist einfach immer schön, schöne Architektur anzusehen. Vielleicht kennt Ihr auch ein Projekt, dass aufgenommen werden soll. Dann schlagt es vor!

Unberührte DDR-Wohnung in Leipzig bei Sanierungsmaßnahmen gefunden

von Karin

Kaum zu glauben, aber spiegel-online berichtet, dass ein Architekt zufällig eine seit 1988 nicht betretene Wohnung in Leipzig entdeckt hat.

 Bei der Sanierungsplanung betrat der Architekt die kleine Zweizimmerwohnung und fand sich unversehens im real existierenden Sozialismus - 20 Jahre nach dessen Ende - wieder.

“Hit-Cola”-Flaschen auf dem Küchentisch, vergammelte Gummibrötchen im Brotfach, Ausweispapiere, Führerschein und Briefwechsel eines 24-Jahre alten Leipzigers - alles unberührt seit 1988 (lt. Kalenderblatt an der Wand). Er hat wohl ziemlich plötzlich seine Wohnung verlassen, weil er wahrscheinlich mit dem Gesetz im Konflikt war.

 Es ist schon eher ungewöhnlich, dass eine Wohnung samt Originaleinrichtung über so lange Zeit nicht entdeckt wird, meint der Architekt.  Nach Ansicht von Wohnungsmarktexperten ist ein solcher Fund zwar in der Tat selten, aber bei den vielen leerstehenden Altbauwohnungen in Leipzig durchaus möglich.

Vielleicht grabt Ihr im Rahmen Eurer Tätigkeit auch mal so eine Seltenheit aus. Gefeit seid Ihr jetzt auf jeden Fall!

Lebwohl “McMansion” - der amerikanische Immobilienmarkt fragt europäische Architektur nach

von Holger

 „McMansion” wird in den USA als Sammelbegriff für Gebäude verwendet, die eine als negativ anzusehende architektonische Gestaltung von aufgesetzter alter Fassade im Herrenhaus-Format in Vorstädten zum Ausdruck bringt.  Auch die Bezeichnung Whopper-Villa gehört in diesen Zusammenhang.

In der SZ-Online vom 13.11.08 findet sich folgende Beschreibung dazu: “Gemeint sind damit Häuser, die zwar aus papierdünnen Wänden, schlechten Dämmwerten und surrealen Kreditlinien bestehen - dafür aber auch aus einem Zuviel an Erkern und Gauben, aus Außen- und Innenkamin, aus Haupt- und Nebenterrasse, aus Gesimsstukkaturen, Balustraden und jeder Menge Holz. Vor allem in solchen Häusern lebte, jedenfalls bis zum Platzen der Immobilienkreditblase, von der er sich bestens genährt hatte und immer fettleibiger wurde: der amerikanische Traum. Inklusive SUV.”

Weiter unten im Artikel der SZ-Online (”Gute Nacht - John Boy”) steht weiter: “Seit den fünfziger Jahren hat sich in den USA der Bedarf an persönlichem Wohnraum fast verdreifacht. Dieser Exzess scheint nun vorbei zu sein, bedingt auch durch die Benzinpreise und die damit einhergehende Stagnation der gigantischen Pendlersuburbs… Nachgefragt werden solche Eigenheime (McMansions), samt der darin befindlichen Verschwenderkühlschränke und gierigen Klimaanlagen, nur noch selten.

Stattdessen hat Amerika eher europäische Wohndimensionen und die Energieeffizienz für sich entdeckt.  Wenn nun die US-Häuser deutsche Solardächer, skandinavische Schlichtheit und dicke Schweizer Wände erhalten, dann gibt es da sicher auch Bedarf an Leuten, für die diese Denkweise nichts Neues mehr ist. Vielleicht was für EUCH!

Top 100 - die Top Unternehmen des Mittelstands in Deutschland

von Herrin des Campus

Die bundesweite, branchenübergreifende Vergleichsstudie TOP 100 misst die Innovationskraft mittelständischer Unternehmen, identifiziert die besten Arbeitgeber und untersucht, wer sich zum Thema Nachhaltigkeit nachhaltig Gedanken macht.  

Mittelständische Unternehmen können sich bewerben. Sie erhalten  einen Fragebogen und werden von Jurymitgliedern besucht, um sich Vor-Ort ein persönliches Bild zu machen. Zu den besten 100 könnt Ihr dann in Branchen unterteilt Kurzportraits unter http://www.top100.de  lesen  und erfahren, warum sie zu den Top 100 gehören.

Ist interessant, denn man bekommt  Anhaltspunkte , welche Ideen und Leitsätze für einen selbst wichtig sind, wenn man einen Arbeitgeber sucht.

Sammelalbum für Architekturvideos

von Karin

Den unendlichen Raum des WWW durchstreift Eric Sturm regelmäßig auf der Suche nach Architekturvideos. Seine Fundstücke stellt er auf http://www.architekturvideo.de/ vor.

Ihr seht dort professionelle Dokumentationen und Reportagen sowie Amateurvideos zu Architekturthemen.

Viel Spaß.

Bauen für ein neues China

von Karin

Gestern Abend kam ttt im Ersten Deutschen Fernsehen. Mit dabei ein Beitrag über den Bau der Zentrale des chinesischen Staatsfernsehens in Peking.

Neben interessanten Fakten zum Bau des CCTV Gebäudes wurden immer wieder Sequenzen eines Interviews mit Ole Scheeren, 37 Jahre alt, zu diesem Projekt wiedergegeben. Er ist seit fünf Jahren Büroleiter von O.M.A. in Peking und betreut dieses Projekt. Geboren und aufgewachsen in Karlsruhe wurde er nach seinem Studium 1999 Partner bei O.M.A. (Office for Metropolitan Architecture) in London.

Ich dachte, ich könnte ganz entspannt den Beitrag verfolgen und heute einfach zum Podcast verlinken, aber leider gibt es nur eine ausführliche Inhaltsangabe zum Beitrag mit einigen Fotos.

Vielleicht wird ja die Sendung in einem der Dritten im Laufe der Woche nochmal ausgestrahlt oder die beiden dort empfohlenen Homepages bringen Euch weitere Infos.

Vielleicht motiviert solch ein Beitrag ja den ein oder anderen, schon mit 27 Jahren Büroleiter eines global ausgerichteten Architekturbüros irgendwo auf dieser Welt zu werden. Vielleicht bietet O.M.A. auch Praktikas in Peking. Vielleicht seid Ihr aber auch ganz happy, erstmal zu studieren und diese Zeit auch zu genießen.

Growing Cities - die Zuwanderung in Metropolen und Megacities stellen Planer vor große Herausforderungen

von Tanja

Einige, der am schnellsten wachsenden Städte der Welt sind derzeit die nigerianische Stadt Lagos, Mexico City, Seoul oder auch Manila. Die starke und rasante Zuwanderung, die viele Metropolen (ehemaliger) Schwellenländer erleben und der damit einhergehende Strukturwandel, stellen Behörden und Planer dort vor neue Herausforderungen.

Oft hinken Sie mit dem Bau von Wohnraum, Strassen, Stromleitungen oder ÖPNV-Linien hinter den neuen häufig ungeplant entstandenen Ballungsgebieten her. Die Ansprüche und Herausforderungen an Raumplaner, Städtebauer und Architekten haben sich gewandelt: Es werden keine Spezialisten mehr gebraucht, sondern Allrounder, die Wohnungsbaupolitik, Transportwesen, Infrastrukturplanung und auch Wirtschaftsansiedlungspolitik für neue Arbeitsplätze aufeinander abstimmen, um für das Bevölkerungswachstum der Städte Antworten bieten zu können. Es bedarf an Strategien für zukunftsorientierte, sozial verträgliche und nachhaltige Stadtplanung.www.urban-age.net. Dort erfahrt Ihr vieles zum Thema „Zeitalter der Städte“. Stört Euch nicht an den organisierenden Institutionen, nutzt einfach die Beiträge für Euch!

Zwei Schweizer bauen in China – interessante Dokumentation über das neue Olympiastadion in Peking

von Tanja

Die Basler Architekten Herzog und de Meuron sind in 2002 zum ersten Mal nach Peking gereist, um an dem Wettbewerb für die zentrale Sportstätte der Olympischen Sommerspiele 2008 teilzunehmen. Inzwischen ist aus ihrer Hand ein Stadion, dessen Hülle aus einem archaischen Geflecht aus Stahlträgern besteht, entstanden, das von den chinesischen Medien von Anfang an gefeiert wurde. Sie assoziieren damit ein “Vogelnest”. Dieses Bild ist für Chinesen nur positiv besetzt, ein Bild der Heimat und Geborgenheit, in deren Schutz man immer gerne zurückkehrt.

Die Entstehung dieses Gebäudes haben Christoph Schaub und Michael Schindhelm von Anfang an mit der Filmkamera festgehalten. Sie haben die Architekten mehrmals begleitet, in ihrem Basler Hauptquartier besucht, und z. B. mit dem Chinaexperten Uli Sigg und dem Kunstsammler und Documenta-Star Ai Weiwei darüber gesprochen, was es heißt, in einem Riesenland, das einen ungeheuren wirtschaftlichen Aufbruch erlebt, als Westler ein solches Projekt zu realisieren. Diese Dokumentation läuft bald in den Schweizer Kinos und sie wird es als DVD ab Sommer auch bei uns geben. Den Trailer dazu findet Ihr auf Youtube.

SketchUp und Google Earth - die zeitgemäße Vermarktung von Bauprojekten in Google Earth

von Tanja

SOFTTECH veranstaltet jedes Jahr am letzten Donnerstag und Freitag des Septembers den SOFTTECH Kongress. Vom letzten Kongress gibt es sehr interessante Videos von einzelnen Vorträgen, die stattfanden.

Schaut Euch mal das Video zum Thema Projektpräsentation in Google Earth an. Da könnt Ihr einmal sehen, welche Infos Euch Google Earth als Planer bietet und wie Ihr Eure Projekte in Google Earth abstellen könnt. Außerdem könnt Ihr einen unserer Produktmanager sehen, Herrn Kai Vergien, der auch als campus-Blog-Autor tätig ist. Er ist der Vortragende.

Flachdach – Flächenerweiterung im urbanen Raum?

von Holger

Ähnlich wie Travelogde den Travelpod als Hotelalternative anbietet, gibt es vom Designer Werner Aisslinger ein Wohnkonzept namens Loftcube, s. www.aisslinger.de. Er machte einen Ausflug in die Architektur und konstruierte den Loftcube, eine Art Wohnwürfel für Singles, stationierbar auf allen Flachdächern dieser Welt. Eine Intention des Designers mit diesem Loftcube ist die Entdeckung der Flachdächer in großen Städten als neuen Lebensraum. Flachdach als Grundstücksalternative!
Der Loftcube ist ca. 3 qm groß und somit vergleichbar mit einem Appartement für Singels. Er ist futuristisch gestylt und wird jene Leute ansprechen, die flexibel und mobil wohnen wollen oder müssen. Denn der Loftcube ist modular aufgebaut und kann mit Hilfe eines Krans und dann per Bahn, Laster oder Schiff von A nach B transportiert werden. Doch so einfach, wie es aussieht, ist das Aufstellen eines Loftcubes nicht. Ein Leben auf dem Dach erfordert diverse Sicherheitseinrichtungen, eine Überprüfung der Statik, die Gewährleistung von Fluchtwegen und das Verbinden mit Versorgungseinrichtungen für Strom, Heizung und (Ab-) Wasser. Werner Aisslinger ist auch nicht der erste, der sich mit Lösungen für mobiles Wohnen auseinandersetzt. Z.B. das Futuro-House von Matti Suuroner ging in eine ähnliche Richtung, war aber eher als mobile Skihütte konzipiert. Bei Aisslingers Projekt bleibt abzuwarten, ob sich ein Unternehmen findet, dass diesen Wohnwürfel in Serie produziert. Interessant ist auf jeden Fall das Innenleben des Loftcubes, weil er mit raffinierten Lösungen für platzsparendes Design aufwartet. Wäre doch einen Gedanken wert in den Megacities dieser Welt im Immobilienteil der Zeitungen eine Rubrik: „Wohnen auf dem Flachdach“ zu finden, oder?